Für Eltern
Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind unterstützen können.
Erklärfilme zum Bildungssystem
Welchen Weg soll mein Kind nach der Primarschule oder der Sekundarschule einschlagen? Welche Möglichkeiten gibt es? Lernen Sie unser Bildungssystem kennen. Schauen Sie unsere Erklärfilme.
Die Erklärfilme sind auch in den folgenden Sprachen verfügbar: Albanisch, Arabisch, Englisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch
Kurzfilm für eine erste Übersicht (rund 1 Minute)
Ausführlicher Erklärfilm (rund 5 Minuten)
Zusätzliche Informationen zum Bildungssystem
- Bildungssystem im Kanton Zürich
- Informationen in verschiedenen Sprachen (ganze Schweiz)
- Lehrberufe
- Mittelschulen und Berufsmaturitätsschule (BMS)
- Nach der Primarschule
Tipps zur elterlichen Unterstützung
Hören Sie, was sich Jugendliche in der Berufswahl von ihren Eltern wünschen.
Ihre Aufgaben im Überblick
In diesem Artikel finden Sie untenstehende Tipps ausführlicher beschrieben.
Sprechen Sie über Berufswünsche
Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche mit Ihrem Kind und nehmen Sie es ernst. Wofür interessiert es sich, womit beschäftigt es sich? Was bereitet ihm Freude? Welche Berufe könnten zu ihm passen? Berücksichtigen Sie dabei ein möglichst breites Spektrum an Berufen.
Auch wenn Sie als Eltern Ihre Präferenzen haben: Ihr Kind soll seinen eigenen Weg wählen. Druck hilft dabei wenig. Versuchen Sie, positiv an die Berufswahl heranzugehen.
Und: Wie ist es Ihnen damals während Ihrer Berufswahl ergangen? Erzählen Sie Ihrem Kind von Ihren eigenen Erfahrungen.
Informieren Sie sich
Erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Berufswelt. Schauen Sie Berufe und weiterführende Schulen genauer an. Welches sind die Haupttätigkeiten? Welche Voraussetzungen sind wichtig?
Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Informationsveranstaltungen. Sprechen Sie dort mit Berufsleuten. Nutzen Sie Ihr Netzwerk: Verwandte, Bekannte und ältere Jugendliche können neue Perspektiven eröffnen. Ermuntern Sie Ihr Kind, solche Kontakte für erste Berufseinblicke zu nutzen.
Informieren Sie sich im biz/LBZ, welche Möglichkeiten es nach einer Berufslehre gibt.
Lassen Sie sich beraten
Kommen Sie zusammen mit Ihrem Kind ins biz/LBZ.
Fachpersonen beraten Sie zu allen Fragen der Berufs- und Schulwahl. Ihr Kind unterstützen wir dabei, seine Interessen, Neigungen und Fähigkeiten besser zu erkennen, weitere Berufe zu erkunden und eine gute Berufswahl zu treffen. Idealerweise bereiten Sie sich gemeinsam aufs erste Gespräch vor, indem Sie z.B. Fragen und Anliegen notieren, die durch die Beratung geklärt werden sollen. Für eine Beratung kann sich Ihr Kind in der Regel ab November der 2. Sek anmelden.
In der Infothek finden Sie zudem viele weitere Informationen über Berufe, Aus- und Weiterbildungen. Fachpersonen stehen Ihnen für Auskünfte bereit – eine Anmeldung ist hier nicht erforderlich.
Unterstützen Sie bei der Lehrstellensuche
Hat sich Ihr Kind bereits gut über einen oder mehrere Berufe informiert? Möchte es seine Vorstellungen in der Realität überprüfen? In einer Schnupperlehre erhält es einen vertieften Einblick in den Beruf. Erste Kontakte zu Betrieben können auch bei der anschliessenden Lehrstellensuche hilfreich sein. Adressen von Firmen, die Schnuppermöglichkeiten anbieten, finden Sie unter Schnuppern.
Ist der Entscheid gefallen und die Berufswahl getroffen, benötigt Ihr Kind weiterhin Ihre Unterstützung – bei der Lehrstellensuche und im Bewerbungsprozess. Offene Lehrstellen im Kanton Zürich und umliegenden Kantonen finden Sie hier.
Haben Sie eigene Kontakte zu möglichen Arbeitgebern, die Sie aktivieren können? Motivieren Sie Ihr Kind dazu, Betriebe gezielt anzufragen. Möglicherweise hat es auch selber Kontakte, die es nutzen kann.
Helfen Sie bei Organisatorischem
Planen Sie zusammen mit Ihrem Kind die einzelnen Schritte der Berufswahl. Der Berufswahlfahrplan hilft Ihnen dabei. Jugendliche benötigen unterschiedlich lange für die einzelnen Berufswahl-Schritte. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, falls Ihr Kind dazu etwas länger braucht. Auch Brückenangebote können eine Lösung sein. Wir empfehlen aber, dass Sie möglichst lange nach einer passenden Lehrstelle suchen.
Helfen Sie bei Bewerbungen, aber nehmen Sie Ihrem Kind nicht die Arbeit ab. Die Bewerbung soll ganz klar die Handschrift des Jugendlichen tragen, das Bewerbungsschreiben authentisch klingen. Erstellen Sie zusammen eine Übersicht zu den laufenden Bewerbungen.
Lassen Sie Ihr Kind bei Absagen beim Betrieb nach den Gründen fragen. Diese zu kennen, kann Ihnen und Ihrem Kind für künftige Bewerbungen weiterhelfen. Bleiben Sie zuversichtlich und sprechen Sie Ihrem Kind Mut zu.
Ihre Rolle bei der Berufswahl
Der Film zeigt anhand von Beispielen die Rolle der Eltern bei der Berufswahl.
Schritt für Schritt zum Beruf
Der Berufswahlprozess läuft in fünf Schritten ab. Jeder Schritt ist wichtig. Aber: Nicht immer folgen diese der untenstehenden Reihenfolge.
Schritt 1: Ich lerne mich selbst kennen
Zu Beginn des Berufswahlprozesses geht es um Fragen wie «Wer bin ich?» und «Was kann ich gut?» – Jugendliche lernen ihre eigenen Werte, Interessen und Stärken besser kennen.
Schritt 2: Ich erkunde die Berufswelt
In dieser Phase lernen Jugendliche Berufe kennen. Es ist dabei wichtig, dass sie sich nicht einschränken lassen und unterschiedliche Berufe anschauen – es stehen über 200 Berufe zur Auswahl.
Schritt 3: Ich vergleiche mich mit der Berufswelt und erlebe Berufe live
In dieser Phase schauen sich Jugendliche Berufe vor Ort an – an Berufsbesichtigungen und beim Schnuppern. Sie vergleichen ihre Stärken mit den Anforderungen in den Berufen, so erkennen sie, welche Berufe für sie wirklich in Frage kommen.
Schritt 4: Ich wähle den passenden Beruf
In dieser Phase entscheiden sich Jugendliche für ihren Wunschberuf. Meist kommen mehrere Berufe oder weiterführende Schulen in Frage.
Schritt 5: Ich bewerbe mich und verwirkliche meinen Entscheid
In der letzten Phase setzen Jugendliche ihre Entscheidung um. Sie suchen eine Lehrstelle oder melden sich bei einer weiterführenden Schule für die Aufnahmeprüfungen an. Ein Entscheid fällt nicht immer leicht. Es lohnt sich dann, sich für verschiedene Berufe zu bewerben oder für mehrere Aufnahmeprüfungen anzumelden.
Weitere Informationen
Bleiben Sie informiert
Die Newsletter der kantonalen und der stadtzürcherischen Berufsberatung erscheinen mehrmals jährlich. Sie richten sich an Eltern und weitere Personen, die Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben begleiten. Jetzt abonnieren!
Lesen Sie Beiträge zur Berufswahl auf Webseiten, die sich speziell an Eltern richten:
- Auf der kantonalen Seite «fürs Leben gut» oder
- im Schweizer Elternmagazin
Merkblätter rund um Berufswahl, Lehrstelle, Maturitätsschulen:
Fremdsprachen an Berufsfachschulen
Die schulische Ausbildung der beruflichen Grundbildung erfolgt in der Berufsfachschule. Nicht für alle Berufslehren muss eine Fremdsprache gelernt werden. In dieser Liste können Sie nachschlagen, in welchen Berufen und Schulen welche Fremdsprachen Pflicht sind.
Der Unterricht an Berufsfachschulen kann auch zweisprachig besucht werden. Im bilingualen Unterricht «bili» entwickeln Lernende berufsrelevante Kompetenzen auf Deutsch und Englisch. Informieren Sie sich hier über die Berufsfachschulen und Berufe, die «bili» anbieten.
Besuchen Sie Veranstaltungen
Die biz und das LBZ bieten Veranstaltungen für Eltern an. Alle Veranstaltungen finden Sie in unserem Kalender, unten eine Auswahl. Melden Sie sich jetzt an!
- Berufswahl in Sicht – Bildungswege nach der Primarschule: Eltern von Primarschulkindern lernen verschiedene Wege im Bildungssystem kennen.
- Fit für die Berufswahl: Für Eltern von Kindern in der 1. Sek. Sie lernen, die Berufswahl der Kinder kompetent und aktiv zu begleiten.
- Lehre und Gymi – beides führt zum Erfolg: Für Jugendliche ab der 5. Primarklasse und ihre Eltern, die Vorteile der beiden Bildungswege kennenlernen wollen.
- Info-Anlässe zu Berufen und Branchen: Eltern erhalten gemeinsam mit ihren Kindern allgemeine Berufsinfos.
- Veranstaltungen zu Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Eignungstests für die Lehrstellensuche
Informationen des Volksschulamtes
Für einen erfolgreichen Übertritt Jugendlicher in eine Erstausbildung ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Sekundarschule wichtig. Hier finden Sie dazu weitere Infos.
Informationen in anderen Sprachen
Beratungen
Sprechen Sie kein oder nur wenig Deutsch? Kommen Sie trotzdem mit Ihrem Kind in eine Beratung. Vielleicht kann Ihre Tochter oder Ihr Sohn Ihnen das Wichtigste übersetzen. Für fremdsprachige Eltern bieten die Berufsinformationszentren (biz) und das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich (LBZ) auch Beratungen mit Übersetzung an. Bitte teilen Sie bei der Anmeldung mit, welche Sprache Sie sprechen.
Veranstaltungen
Das Schweizer Bildungssystem bietet viele Möglichkeiten, die Eltern aus anderen Ländern teils nicht bekannt sind. Veranstaltungen der biz und des LBZ in anderen Sprachen finden Sie hier:
Informationen
- Informationen zum Schweizer Bildungssystem und zu den verschiedenen Bildungswegen in verschiedenen Sprachen.
- Informationen der biz für Migrantinnen und Migranten.
Erklärfilme Bildungssystem Albanisch
Sistemi ynë i edukimit – një përmbledhje e shkurtër (1 minutë)
Sistemi ynë i arsimit – një film shpjegues për prindërit (6 minuta)
Erklärfilme Bildungssystem Arabisch
نظامنا التعليمي – نظرة عامة موجزة
نظامنا التعليمي – فيلم توضيحي لأولياء الأمور
Erklärfilme Bildungssystem Englisch
Short version for a first overview (about 1 minute)
Comprehensive explanatory film (about 5 minutes)
Erklärfilme Bildungssystem Portugiesisch
O nosso sistema educativo – Breve visão geral (1 minuto)
O nosso sistema educativo – Filme explicativo para os pais (5 minutos)
Erklärfilme Bildungssystem Russisch
Наша система образования: краткий обзор (1 минуты)
Наша система образования: пояснительный фильм для родителей (6 минут)
Erklärfilme Bildungssystem Serbisch
Naš obrazovni sistem – kratak pregled (1 minute)
Naš obrazovni sistem – objašnjavajući film za roditelje (5 minuta)
Erklärfilme Bildungssystem Spanisch
Nuestro sistema educativo: un breve resumen (1 minuto)
Nuestro sistema educativo: una película explicativa para padres y madres (5 minutos)
Erklärfilme Bildungssystem Türkisch
Eğitim sistemimiz – Kısa bir genel bakış (1 dakika)
Eğitim sistemimiz – Ebeveynler için bir açıklayıcı film (6 dakika)
Erklärfilme Bildungssystem Ukrainisch
Наша система освіти – короткий огляд (1 хвилини)
Наша система освіти — Пояснювальне відео для батьків (6 хвилин)
Berufswahl mit besonderem Bildungsbedarf
Informationen für Eltern
Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf stehen in der Berufswahl vor besonderen Herausforderungen. Je nachdem sind ihre Möglichkeiten für die Berufswahl eingeschränkt und eine passende Anschlusslösung nach der Sekundarschule zu finden, ist aufwendiger. Diese Jugendlichen werden meist von mehreren Fachpersonen begleitet. Sie als Eltern haben einen erhöhten Koordinationsaufwand.
Als Orientierungshilfe haben wir Ihnen hier allgemeine Infos zusammengetragen zum Berufswahlprozess, zu möglichen Bildungs- und Unterstützungsangeboten, zum Nachteilsausgleich und zur IV-Anmeldung. Die Informationen stehen Ihnen auch als Broschüre (PDF) zur Verfügung.
IV-Berufsberatung
- Die IV-Berufsberatung unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene mit gesundheitlichen Problemen bei Berufswahl und Erstausbildung.
- Die SVA Zürich hat einen Leitfaden für Eltern erarbeitet. Sie finden darin wertvolle Tipps, wie Sie Schwierigkeiten in der Schule oder Lehre erkennen und darauf reagieren können.
Schwierigkeiten bei der Berufswahl
SOS! Wir beraten Sie auch im Notfall
Naht das Ende der obligatorischen Schulzeit? Hat Ihr Kind noch keine passende Anschlusslösung gefunden?
Die Berufsberatung hilft schnell und unkompliziert. Melden Sie sich beim biz Ihrer Region oder beim LBZ.
Unterstützung bei der Lehrstellensuche
Kanton und Stadt Zürich führen verschiedene Angebote, um Jugendliche bei der Lehrstellensuche zu unterstützen. Fragen Sie die Klassenlehrperson oder die für Ihr Kind zuständige Berufsberatungsperson nach den Aufnahmebedingungen.
- Unterstützungsangebot für Jugendliche mit wenig Hilfe im privaten Umfeld: Mentoring Ithaka
- Für Jugendliche mit Mehrfachproblematiken im Kanton Zürich: Case Management Netz2 koordiniert das Netzwerk und begleitet Jugendliche bis zum Bildungsabschluss.
- Für Jugendliche mit Mehrfachproblematiken aus der Stadt Zürich sind Case Manager/innen von B25 zuständig.
- Unterstützung beim Berufseinstieg unter erschwerten Startbedingungen: Lehrstellencoaching Stadt Zürich
Brückenangebote und Zwischenlösungen
Was tun, wenn es mit der Lehrstelle (noch) nicht klappt?
Im Kanton Zürich gibt es zahlreiche Brückenangebote und Zwischenlösungen. Lassen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind bei der Wahl des passenden Angebots beraten. Es erfordert eine gründliche Auseinandersetzung mit der persönlichen Situation, den Voraussetzungen, Wünschen und Bedürfnissen der Jugendlichen.
- Übersicht zu den Angeboten im Kanton Zürich
- biz und LBZ führen jeweils im Juni die Veranstaltung «Keine Lehrstelle – was tun?» durch.
- Merkblätter der Berufsberatung zu Berufsvorbereitungsjahr BVJ, Motivationssemester SEMO, Vorlehre, Praktika und Sprachaufenthalten finden Sie hier.
Hinweis: Lehrverträge können auch nach dem Abschluss der 3. Sek abgeschlossen werden. Es lohnt sich, bis zu den Herbstferien weiter zu suchen.
Ausbildungsbeiträge
Eltern sind grundsätzlich für die Kosten der Ausbildung verantwortlich. Wer diese Kosten nicht vollständig selbst bezahlen kann, hat die Möglichkeit, ein Gesuch um Ausbildungsbeiträge (Stipendien) zu stellen.
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